Coaching


Was früher nur der Boxer im Vorfeld eines Kampfes an Unterstützung bekommen hat, nämlich Coaching, hat sich unter diesem Begriff für allgemeine beratende und begleitende Prozesse etabliert. Der Coach – Synonym für Trainer – hat dem Boxer dabei zu helfen, sich auf seinen Gegner einzustellen, sich seiner eigenen Schwächen und Stärken bewusst zu werden und individuell optimale Strategien mitzuentwickeln, durch die der Boxer seinen Kampf gewinnen kann, oder ihm beizubringen, wiederum selbst ein guter Boxtrainer zu werden.

Coaching ist heute weltweit verbreitet als beratende Unterstützung in schwierigen Entscheidungsprozessen, bei komplexen Verhandlungsszenarien, als Vorbereitungshilfe bei Assessment-Centern oder Personalgesprächen und ist inzwischen ein unverzichtbarer Bestandteil des modernen Managements. Natürlich gibt es Coaching weiterhin in der Welt des Sports, aber eben auch in fast allen Feldern des beruflichen Lebens.

Coaching lässt sich gut in zwei Hauptströmungen unterteilen. Die eine Strömung ist das persönliche Entwicklungscoaching, das wäre beispielhaft o. g. Boxer, der sich auf seinen Kampf vorbereiten muss, oder eben auch der Manager, der sich auf eine schwierige Vertragsverhandlung einstellen will, genauso gut wie der Lehrer, der seine Bewerbung zum Schuldirektor plant. Die zweite Strömung ist das Unterrichtscoaching. Das besteht vornehmlich darin, jemandem beizubringen, andere durch geeignete Interventionen zu unterstützen, d. h. der Manager, der seine Mitarbeiter inspirieren möchte, kommunikativer zu sein, der Lehrer, der seine Kollegen ermutigen will, die internen Konflikte kreativer anzugehen, oder der Boxer, der selbst Boxtrainer werden möchte.

Es gibt durchaus spannende Diskussionen darüber, was eigentlich Coaching von Supervision oder von allgemeiner Beratung unterscheidet, zumal es auch noch einige unscharfe Grenzen zur Selbsterfahrung und sogar zur psychotherapeutischen Arbeit gibt. Ich habe es selbst einmal erlebt, dass ich für einen Klienten mit dem Finanzamt darüber verhandeln musste, wie viel Prozent seines beruflichen Coachings ihm wohl für seine ganz private Persönlichkeitsentwicklung zugute gekommen sei. Wir konnten uns in diesem Fall auf fünf Prozent persönlichen Anteil und 95 Prozent beruflichen einigen. Unscharf auch aufgrund ständiger Veränderungen der Definition sind besonders die Grenzen zwischen Supervision und Coaching. Meines Erachtens ist in der Supervision öfter der Schwerpunkt auf der Persönlichkeitsentwicklungsseite und beim Coaching öfter auf der Fähigkeit, die gelernten Inhalte an andere zu vermitteln. Während die Supervision vornehmlich eine Reflektionshilfe ist (siehe dazu auch www.supervision-drprobandt.de) steht beim Coaching entweder die Unterstützung bei der Vorbereitung in Hinblick auf eine Herausforderung im Vordergrund oder im Rahmen des Unterrichtscoachings das Vermitteln der Fähigkeiten, andere in Hinblick auf Herausforderungen zu unterstützen.

Während man früher davon ausgegangen ist, dass Coaching immer ein vorher begrenztes Kontingent hat, zeigt sich in der Praxis, dass in der Abfolge immer neuer Herausforderungen sich auch durchaus ein dauerhaftes berufsbegleitendes Coaching nutzbringend und sinnvoll etablieren lässt. Häufig wird das Coaching durch eine Firma / Institution bezahlt, die sich natürlich eher über zeitlich limitierte Coachingprozesse freut. Unabhängig davon geht es aber natürlich in erster Linie um die Bedürfnisse des zu Coachenden – Coachee genannt.

Wie in allen beratenden Anwendungsfeldern ist auch beim Coaching die Frage nach dem Menschenbild, mit dem der Coach arbeitet, hilfreich. Als überzeugter Gestalttherapeut erlebe ich die gestalttherapeutische Idee der Selbstregulation sowie des Hier und Jetzt in der Begegnung als guten Kompass, um auch schwierigste Coachingprozesse begleiten zu können (siehe auch www.gestalttherapie-drprobandt.de).

Coaching kann im Einzelsetting sowie im Teamsetting bzw. Abteilungssetting oder im Kleingruppensetting durchgeführt werden. Hier hat sich das heterogene Kleingruppensetting in gestalttherapeutisch orientierten Selbstregulationsgruppen besonders bewährt (für den interessierten Leser dazu mehr unter www.dgik.de, dann unter Publikationen das DGIK-Journal 2014 aufrufen und dort den Artikel von S. 36 bis S. 50 anklicken).

Für Coaching gilt, was für jeden Weg gilt, auf dem man sich professionell begleiten lässt, während man sich mit sich selbst auseinandersetzt: „Angst ist der Kompass zu den Inseln der Seligen.“

 

► Weitere Infomationen finden Sie auf meiner Praxis-Webseite: www.dr-probandt.de

 

Kontakt

Dipl. Psych. Dr. phil. Matthias Probandt
Psychologischer Psychotherapeut
Coach

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